ATLS® Anwenderkurs
Kursinhalt allgemein:
Kursziel/Lernziel:
Der ATLS®-Anwenderkurs vermittelt allgemein anerkannte diagnostische und therapeutische Strategien für das Schockraummanagement schwerverletzter Personen. In systematischer Weise werden dem Arzt klare Konzepte und Techniken der frühklinischen Diagnostik sowie Akutbehandlung dargeboten.
Zielgruppe:
Der ATLS®-Anwenderkurs richtet sich an Ärzte aller Fachrichtungen, die an der akutklinischer Versorgung Schwerverletzter beteiligt sind. Die Kursinhalte sind auf Ärzte aus Einrichtungen aller Versorgungsstufen abgestimmt.
Kursinhalt:
Dieses Kursprogramm befasst sich schwerpunktmäßig
mit den ersten Stunden der akutklinischen Diagnostik und Versorgung schwertraumatisierter
Patienten. Es beginnt mit der Einlieferung des Patienten und dem initialen
diagnostischen Block, lebensrettenden klinischen Sofortmaßnahmen, akutklinischer
Re-Evaluation, der Stabilisierungsphase, Diagnostik und klinische Strategiebildung
sowie abschließend, soweit indiziert, die Etablierung eines Interhospitaltransfers
in eine klinische Einrichtung zur weiteren Versorgung. Besonderer Wert wird
auf die Vermittlung praktischer Fähigkeiten z.B. Thoraktomie, Tracheotomie
etc. gelegt.
Die Teilnehmerzahl ist streng auf 16 Ärzte reduziert. Ein Tutor betreut
kontinuierlich 4 Auszubildende. Die Ausbildung findet mit modernen Übungsmodellen
und fallbasierten Übungsszenarien statt.
Der ATLS®-Anwenderkurs ist ein zweitägiger Kurs. Der Kurs bietet
Vorträge in Seminarform und praktische Übungen in Kleingruppen.
Das Kursprogramm sieht einen Eingang- und Abschlusstest vor sowie Übersichtsvorträge,
Fallpräsentationen, gemeinsame Diskussionen und den Erwerb von Fertigkeiten
für
lebensrettende Maßnahmen mit einer abschließenden Prüfung über
die Gesamtinhalte des Kurses.
- Basierend auf allgemein anerkannte diagnostische und therapeutische Strategien des modernen akuten Trauma-Management bietet der Kurs dem teilnehmenden Arzt entsprechende Methoden für das akute klinische Management und fundiertes Hintergrundwissen zu folgenden Themenkreisen:
- zeiteffektiver und zielführender diagnostischer Block
- zeitorientierte und prioritätengestützte Stabilisierung des Patienten
- Feststellung und Durchführung der akutklinischen Erfordernisse wie in Diagnose und Therapie
- Entscheidung und Einleitung von indiziertem Interhospitaltransfer, Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung in der akutklinischen Traumaversorgung
Nach erfolgreichem Absolvieren des Kurses sind die Teilnehmer in der Lage:
- Das Konzept und die Grundprinzipien der klinischen Erstversorgung anzuwenden. Konzept und Grundprinzipien der akutklinischen Erstversorgung, z.B. zeiteffektiver und zielführender Diagnose und zeitorientierte bzw. prioritätengesteuerte Stabilisierung der Vitalfunktionen des Patienten
- Behandlungsstrategien der akutklinischen Traumaversorgung der ersten Stunde einzuleiten, durchzuführen und Probleme einzuschätzen und zu beheben.
- Akut lebensbedrohliche Zustände zu erkennen und zu behandeln.
- Entscheidungsfindung für einen indizierten Interhospitaltransfer und seine Organisation.
- Prinzipien des Qualitätsmanagements in der klinischen Traumaversorgung umzusetzen.
- Das vermittelte Hintergrundwissen und einzelne chirurgische Fertigkeiten in Fallsimulationen zu demonstrieren (schriftliche und praktische Prüfung).
Der ATLS®Kurs gliedert sich in Seminarvorlesungen, die einen kurzen Überblick geben über akutklinische Erstmaßnahmen, Management der oberen Luftwege, Schock-Therapie, das Thorax-Trauma, das Abdominal-Trauma, das Schädel-Hirn-Trauma, HWS- und LWS-Trauma, das Extremitäten-Trauma, Verbrennungen und Thermische Verletzungen, Maßnahmen zur Stabilisierung, Pädiatrisches Trauma, Trauma in der Schwangerschaft.
Praxisstationen:
Chirurgische Fertigkeiten, Cricothyroidotomie, Peritoneal Lavage, Pericardiocenthese, Thoraxpunktion, Thoraxdrainage, Mini-Thoracotomie, Vene Sektio, Intubation, Anlage von MAST, Volumen- und Schocktherapie, Schädel-Hirn-Trauma, Diagnose- und akutklinische Therapie, Extremitäten-Immobilisation, Wirbelsäulen-Immobilisation, Befundung von Röntgenbefunden, Praxistest, Fallszenarien, schriftlicher Abschlusstest.
| Seminare | Praktische Übungsstationen |
|---|---|
| Übersicht über Kursinhalt | |
| akutklinische Erstmaßnahmen | Fallbasierte Simulationsszenarien zum Polytrauma-Management insb. initialen Diagnostik und akutklinische Therapie |
| Management der oberen Luftwege | Beatmungstechniken für ein und zwei Anwender, oroendotracheale und nasoendotracheale Intubationstechnik Cricothyroidotomie und Punktionstracheotomie |
| Schock-Therapie | Volumen- und Schocktherapie, i.v.-Zugänge und Herz-Kreislauf-Monitoring und Pulsoximetrie, Punktion stammnaher Venen (V. subclavia, V. jugularis interna, V. femoralis) Intraossärer Zugang, Venae Sectio |
| Thorax-Trauma | Befundung von Roentgenbildern des Thorax und der thorakalen WS |
| Thoraxtrauma-Management | Thoraxpunktion, Thoraxdrainage, Mini-Thoracotomie, Pericardiocenthese |
| Abdominal-Trauma | Diagnostische Peritoneal Lavage |
| Schädel-Hirn-Trauma | Diagnostik und akutklinische Therapie des HWS- und Schädel-Hirn-Traumas |
| HWS-, BWS und LWS-Trauma und Rückenmarksläsion | Befundung von Roentgenbildern der Wirbelsäule und Techniken zur Wirbelsäulen-Immobilisation |
| Muskuloskeletal-Trauma | Befundung von Roentgenbildern und Techniken zur Extremitäten-Immobilisation |
| Verbrennungen und thermische Verletzungen | |
| Trauma bei Kindern | |
| Trauma des älteren Menschen | |
| Trauma in der Schwangerschaft | |
| Interhospitaltransfer | Fallszenarien |




